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Einzelhandelskonzept
für die Stadt Gelsenkirchen
Endbericht für den Auftraggeber
Standort-Datenblatt:
Einzelhandelsrelev. KKZ: 92,4
Einwohner: 14.721
Nachfragevolumen (in Mio. €): 32,1 (Anmerkung des
Redakteurs:ein Fehler 70 Mio €,
wie im Juni vorgetragen)
Verkaufsfläche in m² 8.540
Verkaufsfläche je Ew. in m²: 0,58
Handelszentralität::
- Lebensmittel: 77
- insgesamt 45
Empfehlungen:
Nahversorgungsschwerpunkt im
Umfeld der Karl -Meyer - Straße
- Frischemarkt: 1.500 m²
- Getränke: 600 m²
- Discounter: 800 m²
als langfristige Absicherung der Nahversorgung im Stadtteil (Seite
74)
Stadtteilspezifische Standortempfehlungen
im Überblick
Rotthausen:
Aufgrund zu erwartender Standortaufgaben Neuentwicklung eines nachhaltigen
Nahversorgungsschwerpunktes:
- Vollsortimentfrischemarkt 1.500 m²
- Getränkemarkt: 600 m²
- ALDI Lebensmitteldiscounter rd. 800 m² VKF
Ansiedlung BAUHAUS Baumarkt auf dem Dahlbusch-Areal (Seite 76)
Handelszentralitäten
in den Stadtteilen im Überblick:
Die Stadtteile Rotthausen, Hassel, Bulmke Hüllen, Scholven,
Resser Mark, und Feldmark realisieren Handelszentralitäten von unter
50. Die niedrigen Handelszentralitäten resultieren aus ntwicklungspotenzialen
im Bereich der Nahversorgung. In der Regel fließt in substantiellem
Umfang
Kaufkraft ab. (Seite 77)
(Redakteur:Der Wert für Rotthausen ist
mit 45 angegeben. Das heißt nur 45 % des Nachfragevolumens werden
in Rotthausen durch Einzelhandelsumsätze gedeckt (vor Juni 2004).)
Handelszentralitäten
in der Warengruppe Lebensmittel / Reformwaren im Überblick
(Redakteur: Vor Juni 2004
Zentralität
von 77 und Kaufkraftabfluss von 3,9 Mio €)
Der Stadtteil Rotthausen hat dann ein Versorgungsdefizit im Segment Lebensmittel
/ Reformwaren, wenn durch Betriebsstillegungen die Handelszentralität
deutlich unter 70 absackt. (Seite 78)
Maßnahmeempfehlungen
für großflächigen Einzelhandel: Fachmärktekonzept
Baumärkte: Im Segment der Baumärkte sind in der Stadt Gelsenkirchen
in Zukunft evtl. größere Standort- und Strukturveränderungen
zu erwarten.
Der BAUHAUS Baumarkt plant, seinen Standort vom Gewerbegebiet Emscherstraße
auf das Dahlbusch-Gelände in Rotthausen zu verlagern und seine Verkaufsfläche
erweitern. (Seite 80)
Nahversorgungsrelevante
Sortimente haben den Charakter täglicher bzw. periodischer Bedarfsdeckung.
Nahversorgungsrelevante Sortimente in der Stadt Gelsenkirchen sind:
Lebensmittel
Genussmittel (alkoholische Getränke, Tabakwaren)
Getränke (auch in Getränkefachmärkten)
Apothekenartikel
Drogerieartikel
Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel
Parfümerieartikel
Zeitschriften
Schreib- / Papierwaren
Schnittblumen
Nahversorgungsrelevante Sortimente sollen vorrangig in den integrierten
Nahversorgungsbereichen
der Stadt Gelsenkirchen angesiedelt werden (s.a. Definition integrierter
Nahversorgungsbereich im Glossar).(Seite 81)
Zentrenrelevante Sortimente
definieren die Attraktivität von Haupteinkaufsbereichen. Es sind
die Warengruppen und Sortimente, die traditionell ihren Standort in der
Innenstadt oder in weiteren Stadtteilzentren einer Stadt haben und als
Magnete für Frequenz sorgen.
Großflächiger Einzelhandel mit zentrenrelevanten Sortimenten
im Kernsortiment sollte in Gelsenkirchen nur in den zentralen Einkaufslagen
der Zentren Altstadt, Buer, Horst (Essener Straße / Markenstraße),
Erle (Cranger Straße), Schalke (Schalker Straße) und Rotthausen
(Karl-Meyer-Straße) etabliert werden.
Zentrenrelevante Sortimente sind in der Stadt Gelsenkirchen:
Herrenbekleidung
Damenbekleidung
Kinder- und Babybekleidung
Wäsche
Heimtextilien, Bettwaren
Meterware für Bekleidung oder Bekleidungszubehör
Kurzwaren / Handarbeitswaren
Schuhe
Lederwaren
Uhren
Schmuck
Modeschmuck
Schul- und Büroartikel
Bücher
Hausrat
Porzellan
Schneidwaren / Bestecke
Feinkeramik / Glaswaren
Geschenkartikel
Rundfunkgeräte
Fernseh- und Phonotechnische Geräte
Video- und DVD-Geräte
Digitalcameras
Büromaschinen, Computer und -zubehör
Optische Geräte (Sehhilfen, Ferngläser, Fotoapparate)
Fotoartikel
Tonträger
Speichermedien (Disketten, CDs, DVDs)
Telefone
PC und Zubehör (Hard- und Software)
Lampen und Leuchten
Elektrokleingeräte
Musikinstrumente und Musikalien
Waffen, Munition, Jagdartikel
Sammlerbriefmarken und Numismatikartikel
Spielwaren, Bastelbedarf, Modellbau
Sportartikel und Sportkleingeräte
Babyartikel
Elektrogroßgeräte (Seite 82)
Zentrenhierarchie:
C-Zentren mit Versorgungsfunktion im
Stadtteil und unmittelbar angrenzende Bereiche sind auch die Schalker
Straße im Stadtteil Schalke und die Karl-Meyer Straße in Rotthausen
sowie die Ewaldstraße in Resse. (Seite 83)
Nahversorgungsbereiche
.. In Bezug auf die Nahversorgungsbereiche in den Stadtteilen sind zu
unterscheiden:
.. Nahversorgungsbereiche mit guter Infrastruktur und deutlichen Kaufkraftzuflüssen
aus dem Standortumfeld (Altstadt, Horst, Beckhausen, Resse, Erle, Schalke
und Schalke Nord (im Verbund), Bismarck, Ückendorf,)
.. Nahversorgungsbereiche mit deutlichen Kaufkraftabflüssen und Entwicklungspotenzial
(Scholven, Hassel, Rotthausen, Bulmke-Hüllen, Buer)
.. Nahversorgungsbereiche mit deutlichen Kaufkraftabflüssen, jedoch
kaum Entwicklungspotenzial aufgrund begrenzter Nachfragevolumina (Feldmark,
Heßler, Resser Mark). (Seite 83)
Anhang (Seite 87)
Wir unterscheiden zwischen den folgenden Betriebstypen:
.. Fachgeschäft:
Sehr unterschiedliche Verkaufsflächengrößen, branchenspezialisiert,
tiefes Sortiment, in der Regel umfangreiche Beratung und Kundenservice.
.. Fachmarkt:
Großflächiges Fachgeschäft mit breitem und tiefem Sortimentsangebot,
in der Regel viel Selbstbedienung und Vorwahl, häufig knappe Personalbesetzung.
.. Supermarkt:
Ca. 400 m² bis 1.500 m² Verkaufsfläche, Lebensmittelvollsortiment
inklusive Frischfleisch, in der Regel ab 800 qm Verkaufsfläche bereits
zunehmender Non-Food-Anteil.
.. Lebensmittel-Discounter:
Meist Betriebsgrößen zwischen ca. 300 m² und 800 m²
Verkaufsfläche, ausgewähltes, spezialisiertes Sortiment mit
geringer Artikelzahl, grundsätzlich ohne Bedienungsabteilungen.
.. Fachmarktzentrum
Großflächige Konzentration mehrerer Fachmärkte verschiedener
Branchen, i.d.R. kombiniert mit einem Verbrauchermarkt und/oder einem
Lebensmittel- Discounter, meist zusammen über 8.000 m² VK, periphere
Lage, viele Parkplätze.
.. Verbrauchermarkt:
Verkaufsfläche ca. 1.500 m² bis 5.000 m², Lebensmittelvollsortiment
und mit zunehmender Fläche ansteigender Anteil an Non-food-Abteilungen
(Gebrauchsgüter).
.. SB-Warenhaus:
Verkaufsfläche über 5.000 m², neben einer leistungsfähigen
Lebensmittelabteilung umfangreiche Non-Food-Abteilungen, Standort häufig
peripher, großes Angebot an eigenen Kundenparkplätzen.
.. Warenhaus:
In der Regel Verkaufsflächengröße über 3.000 m²,
Lebensmittelabteilung, breites und tiefes Sortiment bei den Non-food-Abteilungen,
in der Regel zentrale Standorte.
.. Kaufhaus:
In der Regel Verkaufsflächen über 1.000 m², breites, tiefes
Sortiment, im Gegensatz zum Warenhaus meist mit bestimmtem Branchenschwerpunkt.
.. Shopping-Center
Großflächige Konzentration vieler Einzelhandelsfachgeschäfte
diverser Branchen, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe i.d.R. unter
einem Dach, oft ergänzt durch Fachmärkte, Kaufhäuser, Warenhäuser
und Verbrauchermärkte; großes Angebot an Kundenparkplätzen;
i.d.R. zentrale Verwaltung und Gemeinschaftswerbung.
.. Mall in einem Shopping-Center
Zentraler, oft hallenartiger, überdachter Raum im Shopping-Center,
von dem aus die einzelnen Betriebe zugänglich sind. Hier finden Aktionen
und Veranstaltungen statt, Einzelhändler präsentieren ihre Waren
in der Mall oft vor dem Geschäft.
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